Sprich mit mir
- Silas Weibel
- 10. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

SPRICH MIT MIR
Sprache als Werkzeug für Klarheit, Regulation und innere Ordnung
Warum wir sprechen – bevor wir arbeiten
Bevor wir in Atem, Körper, Stimme oder Emotion gehen, beginnt alles mit Sprache. Nicht mit der Maske, die du im Alltag trägst. Sondern mit deiner echten Reaktion, deinem echten Inneren.
Wenn du sprichst, verstehe ich, wie dein System funktioniert – nicht deine Rolle.
Was im Gespräch entsteht
1. Erkundung – was in dir aktiv ist 2. Kontakt – zwischen dir und deinem Inneren 3. Regulation – dein Nervensystem sortiert sich über Worte
Warum Sprache reguliert (wissenschaftlich klar)
Amygdala beruhigt sich, wenn du Gefühle benennst
Vagusnerv reagiert auf Stimme, Resonanz, Blickkontakt → Sicherheit
Präfrontaler Kortex ordnet Chaos und schafft Überblick
Insula verbindet Worte mit Körperempfindungen → echte Selbstwahrnehmung
Spiegelneurone sorgen dafür, dass du dich verstanden fühlst
➡️ Sprechen ist Neuromodulation. Sprechen ist Regulation. Sprechen ist Therapie in Bewegung.
Der Raum, den wir öffnen
Kein Smalltalk. Kein „normaler Dialog“.
Sondern ein Resonanzraum ohne Rollen, Druck oder Erwartungen.
Während du sprichst, sehe ich:
wo du Spannung hältst
wo du dich selbst unterbrichst
wie dein Nervensystem reagiert
welche Muster dich steuern
wo du dich zurückhältst oder überkompensierst
➡️ Das Gespräch ist bereits Arbeit.
Was du sagen darfst – und sollst
Sag mir, was schwer, roh, unausgesprochen oder unklar ist. Alles, was du sonst zurückhältst. Alles, was du vermeiden willst. Alles, was du willst, aber nicht zugibst.
Es gibt kein „falsch“. Je direkter du bist, desto schneller arbeiten wir am Wesentlichen.
Der Effekt: Du hörst dich selbst wieder
Sprache bringt Ordnung in innere Unordnung. Sie macht sichtbar, was im Körper gespeichert ist. Sie verbindet Denken, Fühlen und Wahrnehmen.
Oft liegt deine Lösung bereits in dir – sie wird nur erst hörbar, wenn du sprichst.
Neurologische Wirkung
Wenn du sprichst:
sinkt die innere Alarmaktivität
entsteht vagale Beruhigung
klären sich Körpersignale
sortieren sich innere Baustellen
wird Trauma zugänglich und benennbar
entsteht erste Entlastung
➡️ Deshalb ist das Gespräch nicht Vorbereitung. Es ist der Beginn der Therapie.
Der Ton meiner Arbeit
Nicht esoterisch. Nicht abstrakt.
Sondern klar: Körper – Nervensystem – Emotion – Verhalten – Muster – Entscheidung.
Das Gespräch ist der Startpunkt unserer Zusammenarbeit: ehrlich, nüchtern, professionell.



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